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| Lokalnachrichten Bad Kreuznach und Umgebung |
Bad Münster am Stein-Ebernburg - Kommt die Fusion mit Bad Kreuznach oder nicht? Das Thema überlagert vieles in Bad Münster am Stein-Ebernburg. Doch es gibt auch noch andere Projekte für 2012. Wir sprachen mit Stadtbürgermeisterin Anna Roeren-Bergs.Frau Roeren-Bergs, wenn sie an 2011 denken. Welches Ereignis schießt Ihnen spontan in den Kopf?Eines, das schon fast in Vergessenheit geraten ist: Im Januar 2011 hatten wir ein sehr überraschendes Hochwasser, das leider viele Schäden angerichtet hat. Wie konnten diese Schäden kompensiert werden?Zum einen dank einer Spenderin, die uns eine neue Beleuchtung direkt am Naheweg ermöglicht hat. Zum anderen über einen fünfstelligen Betrag aus Fördermitteln. Im Zuge der Reparaturen haben wir den Hochwasserschutz noch mal erhöht.Welche Veranstaltung ist Ihnen besonders positiv in Erinnerung?Die 100-Jahr-Feier „historisches Kurmittelhaus“. Hier ist viel ehrenamtliches Engagement eingeflossen. Das scheint nach wie vor sehr ausgeprägt zu sein?Absolut. Ein gutes Beispiel ist der Förderverein Schwimmbäder e.V., der jedes Jahr gerade die kleineren Arbeiten in den Bädern selbst übernimmt. Dinge, für die wir leider keine Haushaltsmittel mehr haben. Wenn dieses Engagement bei unseren Bürgern nicht so ausgeprägt wäre, wären viele Einrichtungen gar nicht mehr geöffnet.Damit sind wir beim Thema Fusion, denn Kreuznachs Kämmerer Wolfgang Heinrich ist der Meinung, Sie müssten Einrichtungen schließen.Zunächst einmal sollten wir klären, wie eine allgemeine Ausrichtung für die Zukunft aussieht. Wo wollen wir als Stadt in fünf, zehn oder 15 Jahren stehen? Wenn wir den Schwerpunkt auf den Kur- und Bäderbetrieb setzen, dann müssen wir heute etwas tun. Aber dann ist es nicht damit getan, zu sagen: Wir schließen jetzt alles. Noch mal: Der Grundkompass ist wichtig. Das heißt, sie hoffen auf eine schnellstmögliche Entscheidung zum Fusionsvertrag. Man muss sich ja nur mal die Zeitschiene betrachten. Bis Ende April schaffen wir es nicht, jedes kleinste Detail abschließend zu diskutieren. Für mich muss beispielsweise nicht bis Ende April geklärt sein, wie Straßennamen verteilt werden oder wie lange wir unsere Postleitzahl noch behalten. Wenn wir uns auf die Ebene begeben, haben wir ein großes Problem. Der Fusionsvertrag muss schlank gestaltet sein, alles Weitere kommt danach.Wie geht es konkret weiter?Das nächste Gespräch wird in zwei Wochen stattfinden. Welches Thema steht dann im Mittelpunkt?Sicher die Frage nach dem Badstandort. Für die Bad Kreuznacher ist dies in Bad Münster-Ebernburg nicht denkbar. Wir haben sehr viele und gute Argumente, die dafür sprechen. Das Thema ist schon ziemlich verhärtet, aber wir werden es weiter diskutieren. Grundsätzlich bedauere ich, dass die Fusion jetzt so stark auf die Bäderfrage konzentriert wird. Es gibt viele anderen Themen, die wichtig sind, im Moment aber in den Hintergrund geraten.Was wünschen Sie sich für die weiteren Verhandlungen?Dass wir konstruktiv und ergebnisorientiert zusammenarbeiten. Welche weiteren Projekte stehen für Sie 2012 im Fokus?Wir planen unter anderem eine erste städtische Kita als Ergänzung für die beiden bereits bestehenden Einrichtungen. Denn diese platzen aus allen Nähten. Wie konkret sind diese Planungen?Wir suchen bereits das Personal dafür. Insgesamt sollen in der Einrichtung bis zu 20 Kinder in zwei Gruppen betreut werden, darunter auch Kinder unter zwei Jahre. Dafür brauchen wir wahrscheinlich sechs bis sieben Mitarbeiter.Zum Abschluss, auch vor dem Hintergrund der weiteren Fusionsverhandlungen: Wo liegen die Stärken Ihrer Stadt?Eine Stärke ist die Naturgegebenheit. Alles, was man sehen und spüren kann: die Luftqualität, die Sole, der Rotenfels. Die zweite große Stärke ist die immense Bereitschaft unserer Bürger, etwas für ihre Stadt zu tun. Bei allen Schwierigkeiten: Diese Bereitschaft ist etwas ganz Besonderes.Das Gespräch führte Stephan Brust
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Weinmarketing für Naheregion wieder verstärken (Fr, 27 Jan 2012)
Bad Kreuznach - Das Weinmarketing in der Region deutlich verbessern möchte die Gebietsweinwerbung Weinland Nahe um Vorsitzenden Wolfgang Eckes und Geschäftsführerin Laura Dreher.Helfen könnte dabei die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, das im Spätherbst die Erhebung einer Sonderabgabe für Absatzförderung als verfassungskonform betrachtet hat. Jetzt steht dazu aber noch eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Karlsruhe aus. Eckes sagt: „An der Nahe hatten aber bislang auch nur wenige Betriebe der Abgabe widersprochen. Wir haben über drei Jahre jeweils 5 Prozent unseres Etats daher eingefroren.“ Marketing bedeutet aber mehr als nur die Nutzung eines Finanzrahmens (rund 220 000 Euro hat Weinland Nahe im Jahr zur Verfügung). Eckes setzt auf mehr Zusammenhalt in der Region und gemeinsame Anstrengungen. Seit Jahren kämpft der Windesheimer dafür, dem deutschen Wein ein Alleinstellungsmerkmal zu ermöglichen, das ähnlich wie beim Bier auf einzigartige Produktionsvorschriften zielt: „Wir müssten auch neben den Oechslegraden noch die Extraktwerte in die Analyse aufnehmen, dann wäre schnell klar, dass man nicht 20 000 Liter Auslese erzeugen kann.“ Eine klare Abgrenzung zu aromaversetzten und gefärbten Auslandsweinen sei unbedingt nötig.Mit Rolle der DLG unzufrieden Nicht einverstanden ist Eckes dabei mit der Rolle der DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft). Diese bewertet neben deutschen Weinen auch Übersee-Erzeugnisse, die dann zu Dumpingpreisen in den Discounter-Regalen stehen. „Die Bewertung kostet 150 Euro, egal, ob 500 Flaschen Eiswein oder 300 000 Flaschen Shiraz aus Chile geprüft werden.“ Für einen heimischen Winzer würden mit amtlicher Prüfnummer, Landes- und DLG-Prämierung schnell 50 Cent pro Flasche fällig. Da sei es schlecht, wenn von der Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft der Eindruck erweckt werde, Weine aus Kalifornien oder Südafrika seien nach deutschen Kriterien hergestellt worden. Eckes gibt auch zu bedenken, dass die Transportkosten mit Tausenden Litern Schiffsdiesel in die Betrachtung mit einfließen müssten.Das alles soll Gegenstand der Marketing-Offensive sein, die Eckes und Dreher anschieben wollen. Dreher referiert auf der Kreuznacher Wintertagung am Mittwoch zum Thema Werbeagenturen. Sie weiß: Familienbetriebe sind zeitlich so stark eingespannt, dass sie nicht alles allein machen können. Im DLR würden bekanntlich Weinbautechniker ausgebildet, und das seien neben Weinexperten eben auch Betriebsführer und Unternehmer, die auch kaufmännische Schwerpunkte setzen müssen. Werbeagenturen könnten mit Briefen und Texten für zeitliche Entlastung sorgen. Dreher gibt einen Überblick über den Markt und die Kosten.Preisdumping schadet nurDas ist für Eckes ein entscheidender Faktor: „Wer dauerhaft unter den Gestehungskosten verkauft, hat schlechte Karten.“ Deshalb sind für ihn auch faire Preise ein Seminarthema. Preisdumping sei der Anfang vom Ende. „Wir müssen auch hier zeitgemäß agieren und zusammenrücken!“ Er bedauert, dass das Marketingthema nicht stärker auf der Wintertagung berücksichtigt wurde. Es gehe nicht nur um immer größere und effektivere Maschinen, die Weine müssten auch vermarktet werden. Da sei ihm das Kompetenzzentrum des DLR an der Nahe zu wenig präsent. Dreher verweist darauf, dass immerhin der Marketingtag im April in Bad Kreuznach stattfindet.Gut zwei Drittel der Weinland-Nahe-Mittel sollen 2012 in Projekte mit Außenwirkung gesteckt werden – etwa für Messeauftritte (Prowein) und Events in Ballungszentren („Nahe goes Germany“). Eine tragende Rolle soll auch die Naheweinstraße spielen. „Dazu brauchen wir Hilfe“, sagt Wolfgang Eckes. Winzer allein könnten das nicht stemmen. Er hofft auf Unterstützung des neu gebildeten Wirtschaftsrats auf Kreisebene. Für die Aktivierung der Naheweinstraße müssten auch Zuschüsse fließen. Laura Dreher erklärt: „Im Gespräch mit Gastronomen haben wir Konzepte für Genusstouren entwickelt. Da gibt es viele Projekte.“ Auch das Thema Vinothek kocht noch. Gesucht werden geeignete Räumlichkeiten. Knackpunkt ist das Geld: „Da haben wir Grenzen. Aber wir bleiben dran.“
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N24 kompakt - Nachrichten im Überblick (Fr, 27 Jan 2012)
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N24 kompakt - Börse im Überblick (Fr, 27 Jan 2012)
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Mega-Rolltreppe - Kriminelle erpressen Passanten (Fr, 27 Jan 2012)
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Privilegien - Grüne gegen Steuervorteile für Dienstwagen (Fr, 27 Jan 2012)
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